Meine CNC stand aktuell auf einem Konstrukt aus IKEA-Unterschränken und einer draufgeschraubten Eichen-Leimholz-Tischplatte. Das macht kein Spaß wenn das 45kg Portal mit 1m/s^2 beschleunigt und entschleunigt. Da aktuell die Baumärkte zu haben, kann man sich schön über die restlichen rumliegenden Balkenreste aus diversen anderen Projekten hermachen. Um auch was neues auszuprobieren und zu lernen habe ich mich für eine ungewöhnliche aber perfekt auf die Bedürfnisse angepasste Konstruktion entschieden.

Da ich keinen Arbeitsplatz habe, der für eine Balkenbearbeitung ausgelegt ist, muss man bei der Werkstückaufnahme kreativ werden. Weil ich ’ne neue japansäge geschenkt bekommen habe, hab ich bis auf wenige Ausnahmen damit, und einem Stechbeitel gearbeitet.

Und hier der ungewöhnliche Teil der Konstruktion. Das X unter der Tischplatte soll so viel Scherkräfte wie möglich so effektiv wie möglich auf die Tischbeine übertragen und gleichzeitig eine maximale Tragfähigkeit gewährleisten. Letzteres ist mir wichtig, da die Eichen-Platte schon sehr betagt ist und ich dem Leim, der die Platte zusammenhält, nicht mehr vertraue. Unten rechts ist der Eimer mit den gesammelten Spänen zu sehen. Ein super Anzündholz für den Kamin.

Detailansicht unten (Querstreben um die Scherkräfte dieser Richtung aufznehmen)
Detailansicht oben (die Fertigungstoleranzen der Handsäge sind wesentlich größer als die der CNC 🙂 )

Einen alten Bettkasten habe ich zu einer großen Schublade umgebaut. Damit die schön Stabil bei Vollauszug ist, habe ich mir Teleskop-Schienen bestellt. Sowas hatte ich nicht rumliegen.

Um den Raum unter dem hohen Tisch voll auszunutzen eignet sich ein Zwischenboden. Dafür habe ich das Kopf-Stück eines alten Betts genutzt. Dass das nicht eben ist, macht mir in dem Fall nichts aus.

Und nun zur Tischplatte. Diese war schon auf meinem alten CNC-Unterbau in Verwendung. Für den neuen Tisch ist sie ein wenig zu kurz gewesen. Dafür habe ich ein Abschnitt an die Tischplatte angeleimt.

Der alte CNC-Unterbau
Die hintere Querleiste wurde zur Verlängerung der Platte angeleimt.

Es muss nur noch die Tischplatte mit dem unterbau verbunden werden. Da habe ich es mir leiht gemacht und Verschraube diese von unten durch die X-Balken. Insgesamt habe ich bei dem Tisch nur wenig Schrauben verwendet

  • zum Befestigen der Teleskopschienen
  • zum Anbringen des Zwischenbodens mit Hilfe von Winkeln
  • Für die Tischplatte

Der Rest wurde nur gedübelt. Hier noch ein paar Bilder vom fertigen Tisch. Und von der sehr geräumigen Schublade, in der meine Fräser nun endlich ihren Platz haben.

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