Elektronik

Beifahrersitzkonsole

Eine Zweitbatterie war schon verbaut und hat auch vorerst gereicht. Was uns nach ein paar Urlauben gefehlt hat:

  • Der Außenstromanschluss und ein fest verbautes Batterieladegerät
  • Ein Solarladeregler soll alle Batterien laden können
  • Für lange Trips eine zusätzliche noch größere Batterie (der Kühlschrank ist sehr Strom-Hungrig)
  • 230V Wechselrichter ist manchmal praktisch
  • wenn möglich zentral, gut gesichert und gut erreichbar

Meine technische Dokumentation ist leider nicht vorzeigbar. handschriftliche Skizzen will ich lieber nicht im Internet verteilen. Alle Anschlüsse sind recht gut erreichbar über ein Faceplate in der Beifahrersitzkonsole. Beim nächsten mal werde ich die Schrift über den Ausschnitten positionieren, dann kann man es auch von oben drauf schauend lesen.

Ein Faceplate für die Anschlüsse auf der CNC gefertigt

Das befestigen der Geräte und das Verkabeln hat dann ein paar Stunden gedauert. Es sind zusätzlich noch 2 Kabel-Verteiler-Blöcke zum Einsatz gekommen. Das Aufräumen und Zusammensammeln aller Isolations-Schnipsel, Kabelbinderabschnitte und Kabelreste hat dann gefühlt nochmal so lange gedauert.

Work in Progress: Solarladegerät und Wechselrichter bereits befestigt

Während des ersten Urlaubs ist dann aufgefallen, dass eine Sicherung etwas zu klein dimensioniert war. Beim aufrüsten dieser musste dann leider auch der Sicherungshalter gegen einen größeren getauscht werden. Selbst das war im Urlaub ohne großen Aufwand möglich, denn es musste dafür der Beifahrersitz nicht einmal ausgebaut werden.

DEFA Landstrom-Anschluss

Strom ist beim campen immer nice-to-have. Damit die Batterie auch in Winter bei Minusgraden mal eben schnell nachgeladen werden kann, haben wir ein DEFA-Anschluss nachgerüstet. Das Kabel-Set hat 57€ gekostet. Den Sicherungskasten habe ich selbst zusammengestellt und verkabelt. Es ist nur ein Modul drin, ein kombinierter FI+LS Schalter 2-Polig 30mA. Der Kasten und das Modul kostete weitere 30€. Aderendhülsen waren vorrätig, Kabel haben nochmal so 15€ gekostet.

Den Anschluss haben wir in der Front angebracht. Dort kam man mit dem Stufenbohrer gerade noch so hin.
Der Sicherungskasten sitzt im Batteriefach in der Motorhaube und ist an das herausnehmbare Plastikteil geschraubt.

Ein fertig verkabeltes Bild hatte ich leider nicht gemacht. PE habe ich auf im Batteriefach auf die Karosse gelegt. L+N geht an der Batterie vorbei In Richtung Armaturenbrett, unter den Fahrersitz, rüber zum Beifahrersitz und dort an das Batterieladegerät und eine Steckdose. Man muss bei KFZ-Kabeln auf die Tauglichkeit achten. Es kamen für die L+N H07RN-F 2,5mm² Kabel zum Einsatz. Der PE hat 4mm² bekommen. Insgesamt hat es um die 100€ gekostet. Wir nutzen den Anschluss aber häufiger, auch im Winter, und er hat sich definitiv gelohnt.

Solardach – Old

Das Solardach ist schon älter als die anderen Umbauten. Es ist ein normales Solarmodul mit 170W das mit einer selbst entwickelten Konstruktion mit dem Dachträger verschraubt werden kann. Damit es etwas besser bei schneller Fahrt im Wind steht, hat es einen Windabweiser bekommen. Dennoch: ab 100km/h fängt es an zu pfeifen und ab 140km/h ist es sehr laut. Wir stehen mit dem Bus aber lieber als dass wir schnell fahren und der extra Strom für den Kühlschrank ist es Wert.

Im Zuge der jüngeren Aus- und Umbauten haben wir die Kabel des Solarmoduls noch besser verlegt. Die Scharniere der Heckklappe bieten genug Luft für Kabel ohne dieses beim Schließen zu quetschen. An der Heckklappe kann der Gummi-Balg mit Untermaß perforiert werden, um ein Kabel Spritzwassergeschützt in den Innenraum zu leiten. Direkt am Balg sind passende MC4 Stecker befestigt, um das Solarmodul schnell an- und abzuschließen.

Innen geht das Kabel über den Himmel bis zur B-Säule, dort runter und wird in der Sitzkonsole des Fahrersitzes versteckt. Von dort wird es an den Solarladeregler angeschlossen. Es muss weder der Himmel noch die B-Säule dafür abgebaut werden. Mit einem langen stabilen Draht (alter Maschendrahtzaun ist ideal) und etwas Geduld reicht es aus, nur einige Plastik-Verbinder zu lösen.

Update 2022: Das Solarmodul wurde auf das neue Roof-Rack geschraubt. Dort passt es perfekt drauf.

Solarbatterie – Old

Die Batterie kam mit der Inselsolaranlage, mit der auch das Solarmodul für das Solardach kam. Bei 200Ah und 45kg ist die Batterie ein ganz schöner Wummer. Eine Zeit lang hatten wir diese hinter dem Beifahrersitz verstaut. Dort wurde allerdings der Platz anderweitig gebraucht und wir haben gemerkt, dass die Batterie ziemlich gut zwischen die Sitz passt. Beim Handbremse-Anziehen muss man nur etwas auf die Finger aufpassen. Eine Umhausung der Batterie bietet Platz für den Solarladeregler und schützt die Pole vor ungewollter Berührung. Stabil genug, dass man sich drauf stellt ist die Umhausung nicht. Wir haben es bspw. als Ablagefläche beim laden unserer Handys genutzt. Wichtig ist die Gasung der Batterie zu beachten. für unsere Nass-Batterie gab es separate Batterie-Zellen-Deckel, die ein ableiten es Gases per Schlauch ermöglichen. Der Schlauch kann per T-Stück an den bereits vorhandenen Schlauch der Zweitbatterie angeschlossen werden, der das Gas durch den Boden nach außen leitet.

Batterie-Umhausung mit eingebautem Solarladeregler

Update 2022: Mittlerweile nutzen wir die Batterie nicht mehr. Die neue Kühlbox ist super Stromsparend, sodass die Zweitbatterie unter dem Fahrersitz ausreicht. Der Solarladeregler wurde anders verbaut, sowie die Solarkabel etwas anders verlegt.

Autoradio

Wir haben lange das VW-Radio, ein RCD-200, genutzt. Um Musik per Handy zu hören haben wir einen FM-Transmitter verwendet. Das Handy mit einer Halterung hat als Navi gedient. Um den Komfort zu erhöhen, haben wir ein Autoradio mit Touchscreen gewollt. Das lässt sich viel komfortabler zum steuern der Musik bedienen. Die Entscheidung für eins war gar nicht so einfach. Ein Kompromiss aus Preis und unseren Anforderungen war das Sony XAV-AX1005DB. Zusätzlich brauchten wir noch einen CAN-Adapter. Die DAB+Antenne haben wir weggelassen, da wir sowieso nie Radio hören. Für den Ausbau des alten Radios brauchten wir noch Entriegelungsbügel. Der Einbau vom neuen Radio war dann recht unkompliziert, dazu gibt es ja auch glücklicherweise unzählige Videos. Die Halterung fürs Handy habe ich dann noch optimiert: damit das iPhone Kabel nicht im Weg rumbaumelt habe ich es durch selbstklebende Kabelführungen aus Gummi und um die Handyhalterung herumgewickelt. Die Handyhalterung habe ich fest mit einem der Armaturenbrett-Clipse verschraubt.

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