Kürzlich hat jemand an mich gedacht und mir Holzabschnitte mitgebracht: alles aus Mahagoni. Mal rot, mal gelb – und ein sehr interessantes Stück. Ganz oben aufliegend: klein, außen stark verwittert und hatte auch noch einen ordentlichen Riss durch die ganze Holzstärke durch.

Bei genauerem Betrachten war es aber etwas ganz besonderes. Ich habe gleich mal ein Uhrengehäuse daraus gefräst und war direkt Baff.

Nach ein bisschen Nachbearbeitung, also Gehäuse aus dem Werkstückrohling entfernen, etwas Schleifen und Polieren, Das Ziffernblatt lasern, kam der nächste Wow-Effekt: das Ölen. Ich bin kürzlich vom einfachen Ölen der Uhrengehäuse auf das tränken im Öl-Bad umgestiegen, bzw. experimentiere noch damit. Das Holz lag über Nacht im Öl-Bad. Anschließend habe ich es abtropfen lassen und zuletzt den Überschuss mit einen Tuch entfernt. Bis der Leinölfirnis vollständig aushärtet dauert es dann zwar lange, aber dafür ist das Holz bis Tief in die Poren etwas Widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit – zumindest ist das meine Annahme.

Außerhalb des Öl-Bads verliert sich der Schimmer-Effekt und das Holz wird viel dunkler. Die Uhr wurde dann noch fertig zusammengebaut. Dabei ist ein weiterer Fehler aufgetreten. Das einsetzen des Uhrenglases hat einen Riss links oben an der Kontaktstelle verursacht. Aktuell hat die Uhr noch ein einfaches Nylon-Armband, dies kann gegen jedes andere 18mm breite Band getauscht werden. Die Uhr wird an den Holz-Spender verschenkt, mit der Bitte, die Fehlstellen im Auge zu behalten (Riss im Ziffernblatt, Riss Links oben am Glas). Sollte die Uhr stabil bleiben, kann ich aus dem Holz noch 2 oder 3 weiterer solcher Uhren bauen.

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